
Aufbruch in der Nachbarschaft
Adelina (Bildmitte mit Kinderwagen) hat vor wenigen Wochen ihr viertes Kind zur Welt gebracht. Sie stammt ursprünglich aus der albanischen Hauptstadt Tirana und zog mit 14 Jahren durch eine arrangierte Ehe aufs Land. In diesem Haus bestand schon damals eine Hauskirche, weil Adelinas Schwiegermutter Jesus folgt.
Auch Adelina hat Jesus ihr Leben anvertraut. Nun hält sie – allen Widerständen innerhalb des Familienclans zum Trotz – an Jesus fest und möchte ein Licht in ihrem Umfeld sein.
Adelinas Mann kennt Jesus noch nicht. Das Einkommen für die Familie verdient er durch Schilfverarbeitung. Daraus entstehen Sonnenschirme, Zäune und dergleichen mehr. Eine sechsköpfige Familie mit diesem saisonalen Business durchzubringen, ist eine Herausforderung.
In der ländlichen Kultur Albaniens konzentrieren sich die Männer auf ihre Arbeit und interessieren sich wenig für die Kinder. Adelina möchte diese mit Liebe aufziehen und ihnen christliche Werte vermitteln. Sehr hilfreich dabei ist auch die Kinderstunde, die Dora (im Bild links) und der lokale Mitarbeiter Arti (rechts mit Gitarre) wöchentlich in Adelinas Wohnzimmer leiten. Zu Adelinas Kindern gesellen sich Cousins und Cousinen sowie auch andere Kinder aus der Nachbarschaft, die in sehr schwierigen sozialen Verhältnissen leben. Für sie ist die Kinderstunde ein Lichtblick: Die meisten besuchen keine Schule, sondern werden zum Betteln geschickt. Dora, die zusammen mit ihrem Mann Ueli seit 19 Jahren in Partnerschaft mit AVC in Albanien arbeitet, überbringt der kleinen Community immer wieder auch Hilfsgüter von AVC.



